Baumschutzverordnung

Aktuelle Baumschutzverordnung der Stadt Schweinfurt: https://www.schweinfurt.de/leben-freizeit/umwelt/umweltschutz/2853.Baumschutzverordnung.html

Eckpunkte zu einer neuen Baumschutzverordnung (Vorschläge der Agendagruppe)

Die Verordnung selbst soll möglichst kurz sein und vereinfacht werden. In Ausführungsrichtlinien sollen für jeden Bürger nachvollziehbar verschiedene Fälle geregelt werden.

Kernstück einer neuen Verordnung soll eine Einteilung der Stadt in drei unterschiedliche Zonen mit abgestufter Reglementierung werden.

Als Grundlage für diese Zonierung können die unterschiedlich charakterisierten Gebietstypen dienen (s. Karte). Im Bereich der der stark verdichteten und versiegelten Innenstadt (rot), wo es auf jeden Baum und Strauch ankommt, soll es schwieriger und teurer werden Bäume zu entfernen. Auf Freiflächen zwischen Wohnblocks, bzw. Hochhäusern wurden in den letzten Jahren viele Bäume und Sträucher entfernt (orange). Dem gilt es Einhalt zu gebieten und den Bestand wieder aufzustocken.

Gebietskarten gefärdete Gebiete Schweinfurt
Gebietskarten gefährdete Gebiete Schweinfurt

Weite Teile der Stadt sind mit Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Reihenhäusern bebaut (gelb). Diese sind in der Regel gut durchgrünt. Gerade die jüngeren Baugebiete weisen in Form von Straßenbäumen eine ebenfalls gute Durchgrünung (grün) auf. Dort soll in der Gartengestaltung den Eigentümern mehr Freiheiten gelassen werden als bisher, solange eine Mindestdurchgrünung erhalten bleibt.

Weitere Punkte einer neuen Verordnung:

  • Nadelbäume werden erst ab einem Stammumfang von 100 cm unter Schutz gestellt. Bisher sind es 70 cm. Damit tritt der Schutz für Nadelbäume ca. 15 Jahre später ein.
  • Erleichterung, wenn es darum geht Gärten umzugestalten vom „Koniferengarten“ zum „Naturgarten“ oder bei Pflanzung hitzeresistenter Bäume (Klimawandel)
  • Erleichterungen bei sehr kleinen (Garten-)Grundstücken (kleine Grundstücke – kleine Bäume oder ggf. nur Sträucher)
  • Förderprogramme für Baumpflegemaßnahmen, höherwertige Ersatzpflanzungen
  • Verbesserte Beratung/Einführung einer Gartenfachberatung (auch in Hinblick auf die zunehmende Versiegelung und Schaffung von Kieswüsten)
  • Obstbäume als Ersatzpflanzung zulassen
  • Dachbegrünung und Entsiegelung von Flächen als Ersatz zulassen
  • Vorgezogene Ersatzpflanzungen oder bestehende Bäume, die noch nicht unter dem Schutz der Verordnung fallen als Ersatz unter Schutz stellen
  • Ersatzpflanzungen auf anderen Grundstücken in vergleichbarer Lage oder vergleichbarer Art

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